UNIKA Kalksandsteinwerke Südbayern GmbH & Co KG

Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. hat ein Forschungsvorhaben zur Erweiterung der Anwendungsgrenzen des vereinfachten Berechnungsverfahrens nach DIN EN 1996-3/NA erfolgreich abgeschlossen. Eine Bemessung nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/NA ist derzeit auf eine Wandhöhe von 2,75 m begrenzt. Heutzutage sind jedoch in modernen Wohngebäuden aufgrund geänderter Anforderungen die Wände häufig höher. Diese Wände mussten bislang aufwendig mit dem genaueren Berechnungsverfahren der DIN EN 1996-1-1/NA bemessen werden.

Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie hatte deshalb ein Forschungsauftrag erteilt um die Anwendungsgrenzen des vereinfachten Verfahren nach DIN EN 1996-3/NA zu untersuchen Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt nun vor. Es konnte in einer systematisch durchgeführten Parameterstudie gezeigt werden, dass für Kalksandsteinwände unter praxisüblichen Randbedingungen und Eingabeparametern eine Bemessung nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren auch bei Wandhöhen von bis zu 3,60 m gegenüber den Ergebnissen nach dem genaueren Berechnungsverfahren auf der sicheren Seite liegt. Die maximalen lichten Wandhöhen, für die auch ein vereinfachter Nachweis ausreichend ist, sind nachfolgend dargestellt.
Vereinfachtes Berechnungsverfahren
Die Ergebnisse fließen in die derzeitige Überarbeitung des KALKSANDSTEIN Planungshandbuchs, Kapitel Bemessung, ein. Ebenfalls ist die Erweiterung der Software VWALL, die wir Ihnen im Download Center für die vereinfachte Bemessung nach DIN EN 1996-3/NA zur Verfügung stellen, in Planung.

Kurzbeschreibung
Das Programm VWall bietet eine anwenderfreundliche Möglichkeit zum vereinfachten rechnerischen Nachweis von Mauerwerkswänden nach Eurocode 6. Der Nachweis kann nach der vereinfachten Berechnungsmethode für vertikal und durch Wind beanspruchte Wände gemäß DIN EN 1996-3/NA Abschnitt 4.2 oder alternativ nach dem noch weiter vereinfachten Berechnungsverfahren gemäß Anhang A der Norm erfolgen.
Die Randbedingungen des vereinfachten Berechnungsverfahrens werden abgefragt und vom Programm überprüft. Mit wenigen grundlegenden Eingaben zu den Material- und Systemdaten kann anschließend einfach und schnell die Tragfähigkeit vieler Standardfälle des Mauerwerksbaus berechnet werden. Die Ergebnisse werden prüffähig aufbereitet, ein Papierausdruck kann unmittelbar erfolgen.
Das Programm wendet sich an Tragwerksplaner und Architekten, die neben der oft zeitaufwändigen Berechnung mit größeren Softwarepaketen eine zusätzliche Alternative zur einfachen und unkomplizierten Bemessung üblicher Mauerwerkswände suchen. Eine Programmbeschreibung führt in die Software ein und ist als pdf-Dokument im Programm hinterlegt. Für Probleme im Umgang mit der Software ist ein Anwendersupport eingerichtet. Die Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail an die im Programm hinterlegte Adresse. Eine Reaktion innerhalb von zwei Werktagen wird durch den Softwarehersteller zugesichert.
Die neueste Version von VWall 1.2.2 enthält eine Korrektur der Plausibilitätsprüfung bei mehrseitig gehaltenen Wänden.
In der Programmversion 1.2.1 wurde neben kleineren Ergänzungen und der Einarbeitung der A2-Änderung zum Nationalen Anhang insbesondere der Anwendungsbereich des vereinfachten Berechnungsverfahrens auf Grundlage neuer Untersuchungen für Kalksandsteinmauerwerk auf Geschosshöhen bis zu 3,60 m erweitert.

Systemvoraussetzung
Betriebssystem: ab Windows XP
Installationshinweise
Nach dem Download entpacken Sie die zip-Datei bitte in ein beliebiges Verzeichis. Öffnen Sie dieses Verzeichnis und führen Sie anschließend die Datei "setup.exe" aus. Folgen Sie den Bildschirmhinweisen.